Wahlen & Abstimmungen

Keine öffentlichen Gelder für Privatjets!

Gemeinsam mit den Grünen Wallis ergreifen wir das Referendum gegen das neue Flughafen-Gesetz.

Bestimmte Aufgaben des Flughafens Sion sind wichtig, insbesondere Rettungsflüge und Innovationsprojekte. Eine Erhöhung der Anzahl kommerzieller Flüge für eine extrem wohlhabende Kundschaft ist hingegen unverantwortlich.

Unterzeichnen Sie das Referendum!

Drucken Sie das Formular aus, unterschreiben Sie es und lassen Sie es von möglichst vielen Menschen in Ihrem Umfeld unterschreiben (Achtung: eine Liste pro Gemeinde!) und senden Sie uns das Formular so schnell wie möglich zurück (Frist: 16. Juni 2026)!

Unterschriftenliste auf Deutsch

Ein Flughafen für wen und zu welchem Preis?

Kosten für alle, Nutzen für nur wenige.

Ist es angesichts der angespannten kantonalen Finanzlage gerechtfertigt, erhebliche öffentliche Mittel in eine defizitäre Infrastruktur zu investieren ohne direkten Nutzen für die Mehrheit der Bevölkerung? Der Flughafen weist heute ein jährliches Defizit von rund 3 Millionen Franken auf. Das neue Flughafengesetz sieht jährliche Investitionen in Höhe von 3 bis 6 Millionen Franken vor, die sich der Kanton, die Gemeinden und die Stadt Sitten teilen – ohne dass im Gesetz ein Höchstbetrag festgelegt ist.

Ein öffentlicher Flughafen im Dienste der Superreichen

Der Flughafen Sion entfernt sich damit von seinem öffentlichen Auftrag. Er verwandelt sich in eine Plattform für Privatjets und Luxustourismus. Während sich die Mehrheit der Bürger*innen bemüht, ihren CO₂-Ausstoss zu verringern, und unter den steigenden Lebenshaltungskosten leidet, profitiert eine Elite von einer mit öffentlichen Geldern finanzierten Infrastruktur, um mit Privatjets zu reisen. Dabei gehören diese Flüge zu den umweltschädlichsten. Ein Privatflug kann pro Passagier bis zu 30-mal mehr CO₂ ausstossen als ein Linienflug in der Economy-Class. Das ist doppelt ungerecht: ökologisch, weil dadurch die Klimakrise verschärft wird – sozial, weil die Privatflüge indirekt von den Steuerzahler*innen unterstützt werden.

Mehr Flüge, mehr Belästigungen, mehr Umweltverschmutzung

Das neue Flughafengesetz hat Folgen für die Einwohner*innen des Zentralwallis. Das erklärte Ziel, die Passagierzahlen zu verdreifachen, bedeutet eine erhebliche Zunahme des Flugverkehrs. Konkret könnte dies mehrere zusätzliche kommerzielle Flüge pro Tag bedeuten. Eine solche Zunahme des Flugverkehrs hätte direkte Auswirkungen auf die Anwohner*innen: mehr Lärm und eine Verschlechterung der Luftqualität.

Widerspruch zu den Klimazielen

Angesichts der Klimakrise wirft die Entwicklung des Flughafens wichtige Fragen auf. Eine Investition in die Steigerung des Flugverkehrs steht im Widerspruch mit der Klimastrategie, in der sich der Kanton Wallis zur Reduzierung seiner CO2-Emissionen verpflichtet. In die kommerzielle Luftfahrt zu investieren bedeutet, der Vision 2040 den Rücken zu kehren und die Lebensqualität der Walliser*innen zu verschlechtern.

Es gibt andere Lösungen

Im Umkreis von 200 km befinden sich drei internationale Flughäfen, die alle bequem mit dem Zug erreichbar sind. Anstatt massiv in eine Luftverkehrsinfrastruktur mit begrenztem Nutzen zu investieren, besteht eine Alternative darin, die bestehende Schienen-Infrastruktur auszubauen. Eine Verbesserung der Verbindungen zu den grossen Schweizer und europäischen Städten, beispielsweise nach Mailand, oder die Entwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen für den Wintertourismus würde der Bevölkerung konkrete Vorteile bieten und die touristische Attraktivität des Kantons stärken. Viele Alpenregionen entscheiden sich heute für diesen Weg und setzen auf nachhaltige Mobilitätslösungen, die für alle zugänglich sind.


JA zur Klimafonds-Initiative am 08. März 2026

Die Schweiz erwärmt sich doppelt so stark wie der globale Durchschnitt. Seit Beginn der Messungen hat die Temperatur hier bereits um rund 2,9 °C zugenommen – deutlich mehr als weltweit (1,3 °C). Die Folgen sind klar sichtbar: Die Alpengletscher haben seit dem 19. Jahrhundert rund 65 % ihres Volumens verloren. Hitzetage, Starkniederschläge und Extremwetter nehmen zu – Entwicklungen, die auch die IPCC‑Berichte als direkte Folgen der vom Menschen verursachten Erwärmung bestätigen.

Im Oberwallis zeigen sich diese Veränderungen besonders stark: weniger Schnee in tiefen Lagen, zunehmende Trockenheit im Sommer, steigende Gefahr von Murgängen und Instabilität im Permafrost. Das bringt Natur, Siedlungen und Infrastrukturen unter Druck.

Um unsere Lebensgrundlagen zu schützen, braucht es gezielte Investitionen in:

  • Erneuerbare Energien zur Stärkung der regionalen Versorgungssicherheit.
  • Effiziente Gebäude und Wärmenetze, um von Öl und Gas unabhängig zu werden.
  • Klimaneutrale Technologien für Gewerbe und Industrie im Talboden und in den Berggemeinden.
  • Biodiversität, denn stabile Ökosysteme sind unser natürlicher Schutzschild.

So machen wir das Oberwallis widerstandsfähiger – und schaffen eine sichere, klimataugliche Zukunft für die nächsten Generationen.


JA zum Walliser Klimagesetz am 24. November 2024

Am 24. November 2024 stimmen die Walliserinnen und Walliser über ein kantonales Klimagesetz ab. Damit wird das Wallis als einer der ersten Kantone der Schweiz eine rechtliche Grundlage schaffen, um Massnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Der Grosse Rat hat das Gesetz nach zwei Lesungen mit 93 Ja- zu 30 Nein-Stimmen angenommen. Die Bevölkerung kann nun dem Walliser Klimagesetz zustimmen. 


JA zum Stromgesetz am 9. Juni 2024

Ein JA am 9. Juni bringt die Energiewende voran und gewährleistet der Schweiz eine sichere und umweltfreundliche Versorgung mit heimischer Energie. Engagieren Sie sich gemeinsam mit dem WWF im Abstimmungskampf für das neue Stromgesetz!

 


Wahlen 2023: Sie haben am 22. Oktober 2023 die Wahl

Hitzewellen, Wasserknappheit, Ernteausfälle, Unwetterschäden und Artensterben – die Klima- und Biodiversitätskrise bedroht uns alle! Um diese in Angriff zu nehmen, brauchen wir mehr umweltfreundliche Parlamentarier:innen, die rasch und entschlossen handeln. Bei den Wahlen 2023 will der WWF die ökologischen Kräfte stärken und die Mehrheiten in
Umweltfragen verschieben.

Das Rating der Umweltallianz zeigt, wie die Parlamentarier:innen in den letzten vier Jahren abgestimmt haben. Genau hinschauen lohnt sich! Denn die Unterschiede zwischen und innerhalb der Parteien sind gross.

Die Umwelt zählt auf Ihre Stimme. Herzlichen Dank.


Nein zum Dekret über das Bewilligungsverfahren für Photovoltaik-Grossanlagen am 10. September 2023

Das Dekret birgt die Gefahr, dass alpine PV-Grossanlagen überstürzt an empfindlichen und ungeeigneten Standorten gebaut werden. Durch die Klima- wie auch Biodiversitätskrise stehen die letzten intakten Alpenlandschaften jetzt schon unter Druck. Diese gilt es zu schützen.

Für die alpinen PV-Grossanlagen braucht es einen gesamtheitlichen Plan mit umfassenden Kriterien. Ein noch schnelleres Bewilligungsverfahren berücksichtigt dies leider nicht. Deshalb lehnt der WWF das Dekret ab.  

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