Abstimmungen

Kantonale Volksinitiative

Am 28. November 2021 stimmt die Walliser Bevölkerung über die kantonale Volksinitiative "Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere" ab. 

8 Gründe NEIN zu stimmen:

  • Das Wallis kann seine Wildtiere nicht allein verwalten. In der Schweiz ist das Management und die Steuerung geschützter Arten und Grossraubtieren durch Bundesgesetze geregelt.
  • Die Initiative ist sinnlos und verschwendet Walliser Steuergelder, weil ihre Absichten nicht umsetzbar sind, da sie dem Bundesrecht und mehreren internationalen Abkommen widersprechen. Der Titel der Initiative gaukelt der Walliser Bevölkerung vor, dass bei einer Annahme der Initiative die Grossraubtiere aus dem Kanton verschwinden würden, was jedoch nicht möglich ist.
  • Das Ziel der Initiative ist inakzeptabel: Sie ist ein Angriff auf den Reichtum der Walliser Tierwelt. Er zielt nicht nur auf empfindliche und geschützte Arten wie den Luchs, sondern auch auf andere Arten wie den Uhu oder den Steinadler, die Wahrzeichen der alpinen Fauna sind.
  • Seit dem Ende der Eiszeit ist das Wallis der natürliche Lebensraum mehrerer Arten von Grossraubtieren. Der Wunsch, ohne Raubtiere zu leben, ist utopisch. Das Zusammenleben mit ihnen ist jedoch möglich wie auch gefahrenlos. Um dies zu erreichen, muss unser Kanton an Lösungen für einen besseren Herdenschutz arbeiten. Aber die Initiative schlägt keine Lösung vor.
  • Das Walliser Ökosystem ist einzigartig und jede Art spielt eine wichtige Rolle. Vor allem Grossraubtiere regulieren auf natürliche Weise die Populationen von Hirschen und Rehen, so dass sich die Bergwälder erneuern können und ihre Schutzfunktion gegen Erdrutsche, Steinschlag und Lawinen gewährleistet ist.
  • Die Initiative ist schlechte Werbung für das Wallis. Sie schadet dem Image unseres Kantons nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland. Das ist selbstmörderisch für einen Tourismuskanton!
  • Die Initiative enthält zahlreiche skandalöse formale und verfahrenstechnische Mängel. Aufgrund eines Übersetzungsfehlers sind die französische und die deutsche Fassung der den Unterzeichnern vorgelegten Texte nicht identisch. Ausserdem wurde der ursprüngliche Text der Initiative, der für unzulässig erklärt wurde, nach der Einreichung der Unterschriften geändert.
  • Die Formulierung "die Förderung des Grossraubtierbestandes ist verboten" ist problematisch. Die Formulierung ist unklar und lässt aus rechtlicher Sicht zu viel Spielraum für Interpretationen. Es gibt viele Möglichkeiten, geschützte oder sogar gefährdete Arten wie den Luchs zu fördern. Eine öffentliche Stellungnahme zugunsten von Grossraubtieren, beispielsweise in Form eines Leserbriefs in einer Zeitung, wäre dann illegal. Das Recht auf freie Meinungsäusserung wäre damit ernsthaft gefährdet. Bemühungen im Herdenschutz sowie bestimmte wissenschaftliche Forschungsprojekte würden mit der Förderung von Grossraubtieren gleichgesetzt und wären daher bedroht.

 

Hier geht’s zur offiziellen Kampagnenseite

 

Dossier der Pressekonferenz vom 26.10.2021 

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