Giftmülldeponie Gamsenried

Nachhaltige und definitive Sanierung ist nötig

Die Sanierung der Chemiemülldeponie in Gamsenried kommt endlich ins Rollen. WWF und AefU begrüssen die Forderungen der Dienststelle für Umweltschutz (DUS) des Kanton Wallis gegenüber der Lonza. Die Verstärkung der Barrieren, die Überwachung der Umwelteinwirkungen und die geforderten Detailuntersuchungen gehen in die richtige Richtung. Anstatt einer Billigsanierung, wie sie Lonza vorgeschlagen hat, muss der Konzern alle gefährlichen Schadstoffe beseitigen.

«Das Quecksilber und die organischen Schadstoffe im Grundwasser stellen eine Gefahr für die Gesundheit für Menschen und Umwelt dar», hält AefU-Geschäftsleiter Martin Forter fest. AefU und WWF haben die Gefahren rund um die Giftmülldeponie Gamsenried schon im Oktober 2015 thematisiert und die Pläne von Lonza als Billigsanierung kritisiert.

Seit 25 Jahren pumpt die Lonza verschmutztes Grundwasser ab, ohne die Ursache der Verschmutzung anzugehen. Für die beiden Organisationen ist klar: Wir fordern einen vollständigen Aushub des gefährlichen Sondermülls.

Laura Schmid vom WWF Oberwallis begrüsst die heutige Mitteilung des Kantons: «Die Untersuchungen bestätigen, dass die Situation in Gamsenried untragbar ist».

Sofort Grundwasser besser schützen und definitives Sanierungsprojekt ausarbeiten

AefU und WWF Oberwallis erwarten von der Lonza, dass sie

  • die Giftmülldeponie sofort sichert, um das Grundwasser wenigstens provisorisch besser zu schützen.
  • ein Projekt ausarbeitet, um die Sondermülldeponie einmalig, sicher und definitiv zu sanieren.

Das Oberwallis soll nicht länger Chemieschadstoffen verschmutzt werden.


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Bilder

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  • Feldversuche in der Laggina beim Simplon – Experten ermitteln, wie tief das Wasser sein muss damit hier Bachforellen schwimmen können; Foto: Dani Heusser
  • Feeschlucht bei Saas Grund – Hier fliesst in Zukunft ganzjährig Wasser. So kann sich z.B. die Bachforelle wieder ansiedeln; Foto: Laura Schmid
  • Wasserfassung der Rhonewerke in Gluringen: Solche gänzlich trockengelegte Restwasserstrecken darf es künftig nicht mehr geben. Foto: Dani Heusser  
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